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Neubau Mutter Kind Haus Niedergrunstedt

Am 15.04.11 wurde das neue Mutter Kind Haus in Niedergrunstedt eröffnet.

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Das Gebäude steht für acht Mütter mit ihren Kleinkindern zur Verfügung. Betreiber und Bauherr ist die gemeinnützige Stiftung „Dr. Georg Haar“. Im Erdgeschoss befindet sich der intensiv betreute Bereich mit jeweils zwei Mütter- und Kinderzimmern im vorderen und hinteren Gebäudeteil. Den „Kinderstübchen“ wird durch Einbaumöbel, Blick zum Garten und die flexible Verbindung zu den Mütterzimmern trotz geringer Fläche etwas Großzügigkeit gegeben. Der Gemeinschaftsbereich hebt sich durch ein Flachdach mit Oberlicht, den bodentiefen Fenstern, der direkten Verbindung zum Außenraum und der Küche von den intimeren Individualbereichen ab. Gestalterisch wird dies durch die horizontale Lärchenschalung der Fassade betont.

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Im Obergeschoss wird zwei Mütterzimmern jeweils eine Wohnküche zugeordnet, welche sich zur Dachterrasse orientieren. Die separate Erschließung über eine Außentreppe ermöglicht eine große Flexibilität für die Nutzung des Obergeschosses. Im Inneren bis unter den Giebel geöffnet, wird das modern gestaltete Satteldach sichtbar und erlebbar.Die gesamten Stauräume des Gebäudes wurden durch Einbaumöbel mit teils farbigen Multiplexplatten als integrierter Bestandteil der Architektur gestaltet.

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Städtebauliche wurde die Typologie und Maßstäblichkeit der dörflichen, giebelständigen Satteldachbebauung aufgenommen und modern interpretiert. Durch den Versatz der Baukörper ergeben sich Terrassen, Gärten und Hofflächen mit hohen Raumqualitäten.

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Möglichst energiesparend und nachhaltig wurde die äußere Gestalt des Holzhauses mit eingefärbter sägerauher Lärchenschalung konsequent auf die Konstruktion übertragen. Alle tragende Bauteile wurden in vorgefertigter Holzmassivbauweise in Elementdicken zwischen 8,5 und 15 cm errichtet und innerhalb von drei Arbeitstagen aufgestellt (siehe Film). Die Oberfläche der Massivholzwände wurde im Innenbereich größtenteils sichtbar gelassen und weiß lasiert, so dass man die Schlichtheit und Fügung der Holzkonstruktion des „Rohbaus“ erkennt.

Durch die Dämmung von 20 cm, die hinterlüftete Holzfassade, Fensterflächen hauptsächlich nach Süden und Westen, die Ankopplung an eine Solarthermieanlage und an ein Nahwärmenetz wird der Niedrigenergiestandard von KfW 70 erreicht.

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